
September 2026
Sonstiges
Deep Learning: Selbstlernende Algorithmen werden bereits heute erfolgreich in der Medizin getestet. Über Forschung, Anwendungsgebiete und die großen Potentiale für die Zukunft der Gesundheitsversorgung.

Deep Learning – das bedeutet: Ein selbstlernender Algorithmus erstellt eigenständig Prognosen, Diagnosen und fällt Entscheidungen. Der Begriff bezeichnet eine spezielle Methode der Informationsverarbeitung innerhalb des KI-Bereichs Machine Learning. Voraussetzung für diese Art der Künstlichen Intelligenz sind spezielle neuronale Netze. Die Lernmechanismen des Systems orientieren sich an der Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Um zu erreichen, dass die Künstliche Intelligenz selbst Fähigkeiten erlernt, wird der Algorithmus mit großen Datenmengen versorgt, die er analysiert und speichert – beispielsweise Datensätze von Lungen-CTs und deren Diagnose. Mithilfe der vorhandenen Informationen und dem neuronalen Netz verknüpft er das Erlernte mit neuen Inhalten und entwickelt sich dadurch immer weiter. Der Lernvorgang passiert völlig automatisch und je mehr qualitativ hochwertige Daten der Algorithmus erhält, desto präziser sind die Ergebnisse.
Deep Learning ist überall dort gut geeignet, wo sich aus großen Datenmengen Muster und Modelle ableiten lassen. Drei mögliche Einsatzgebiete.
Mit unseren mehr als 20 Jahren Erfahrung im Gesundheitswesen, haben wir – die vitagroup – die Digitalisierung maßgeblich mitgestaltet. Wir kennen den Markt und wissen, welche Hürden bei der Einführung neuer Technologien genommen werden müssen: Datenschutz, Nutzerakzeptanz, Transparenzforderungen, Angst vor Disruption. Die Vorteile von Deep Learning könnten im Grunde dieselben sein wie die der Telemedizin: Ärzten werden zeitraubende Routineaufgaben abgenommen, dem Versorgungsmangel so begegnet.
Große Chancen der selbstlernenden Algorithmen sehen wir auch auf dem Feld des Vitaldaten-Managements und dort insbesondere in der Bekämpfung von Herz-Kreislauferkrankungen – der Todesursache Nummer eins in Europa. Intelligente Systeme, die eine große Menge erhobener Vitaldaten automatisch sortieren und Muster identifizieren, könnten in Zukunft helfen, Herz-Kreislauferkrankungen frühzeitig zu erkennen – noch bevor sie überhaupt Symptome verursachen. Auch in den Bereichen Diagnostik, Therapie und Nachsorge könnten die Systeme schnellere und präzisere Vorhersagen und Auswertungen erstellen. Dabei wird die Künstliche Intelligenz den Arzt nicht ersetzen – sie wird ihn in seiner Arbeit unterstützen. Letzten Endes bedeutet das: Der Patient wird besser versorgt.
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