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SORMAS:

Bilanz in Nigeria

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SORMAS - Bilanz in Nigeria - Artikelbild
© Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
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SORMAS, das Epidemie-Management-System mit der Softwarelösung der vitagroup ist nun nahezu in ganz Nigeria im Einsatz. Wie es bereits heute den Ausbruch von Epidemien bekämpft und eindämmt.

Mit SORMAS Seuchen verhindern

Nigeria, November 2017: Ein neuer Virus, die Affenpocken, breiten sich in Nigeria aus und rufen Erinnerungen an die Ebola-Epidemie im Jahr 2014 wach. „Die Ebola-Epidemie hat uns auf tragische Weise daran erinnert, dass wir etwas brauchen, das solche Ausbrüche so früh wie möglich erkennt. Gleichzeitig benötigt man ein Instrument, um auf solche Ausbrüche so effizient wie möglich zu reagieren. Und idealerweise haben wir ein Werkzeug, das beide Funktionen vereint – SORMAS.“, sagt Prof. Gérard Krause, vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI).

SORMAS vernetzt Ärzte, Laboranten und Epidemiologen. Das System sendet Informationen aus abgelegenen Regionen zu nationalen Hauptsitzen. Außendienstmitarbeiter erhalten ebenfalls Feedback und Informationen wie Laborergebnisse. Entwickelt wurde SORMAS vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI), dem African Field Epidemiology Network (AFENET), dem Nigeria Centre for Disease Control (NCDC) und der vitagroup. Die vitagroup entwickelt und verbessert seit 2016 die Software von SORMAS in einer Open Source Version.

Im Video: Wie SORMAS die Verbreitung von Infektionskrankheiten verhindert

Fazit: Die Vorteile von SORMAS waren bei der Affenpocken-Epidemie umgehend sichtbar

„Die Vorteile von SORMAS waren umgehend sichtbar und dank SORMAS war es offensichtlich, welche Regionen am meisten betroffen waren und unsere Hilfe benötigten“, sagt Dr. Olawunmi Adeoye vom nigerianischen Zentrum für Krankheitskontrolle. Dr. Chikiwe Ihekweazu Leiter des Nigerianischen Zentrums für Seuchenbekämpfung bestätigt den positiven Einfluss durch SORMAS: „Während des letzten Affenpockenausbruchs hatten wir gleichzeitig weitere Ausbrüche. Wir hatten Lassafieber im Süden, Meningitis im Norden und Masern im Nordosten. Wir benötigten ein Werkzeug, das all das zusammenträgt. SORMAS ermöglicht es mir, als Leiter des Nigerianischen Zentrums für Seuchenbekämpfung, zu verstehen was gerade passiert, die folgenden Handlungen zu planen, sie zu leiten und situationsbedingt zu reagieren.“ 

 

Wie geht es weiter?

Experten aus der ganzen Welt entwickeln SORMAS hinsichtlich neuer Gesundheitsbedrohungen weiter. Bereits jetzt umfasst die Softwarelösung zwölf der relevantesten Infektionskrankheiten – und die Liste soll noch erweitert werden. „Nigeria kann als eigener Kontinent betrachtet werden: Wir haben 200 Millionen Menschen in 37 Staaten und SORMAS ist nun fast in ganz Nigeria im Einsatz und wir hoffen es bald auf ganz Westafrika ausweiten zu können. Denn: Die Krankheiten, die wir bekämpfen, halten sich nicht an Landesgrenzen.“, sagt Dr. Chikiwe Ihekweazu.

Weitere Informationen zu SORMAS. 

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