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Unterwegs mit VERAH:

Ein Erfahrungsbericht

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TELEARZT VERAH - Artikelbild
© iStock
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Hausbesuche von Ärzten sind vor allem auf dem Land nicht immer möglich. Die zusätzliche telemedizinische Qualifikation erfahrener medizinischer Fachangestellter wie VERAHs, NäPas und Evas, soll diesen Engpass beheben. Wie die moderne Technik den Alltag innerhalb der medizinischen Versorgung verändert hat, erzählt VERAH Weindl.

„Klack“ – als die Haustür meiner letzten Patientin hinter mir ins Schloss fällt, denke ich stolz: Ich bin Weindl, VERAH Weindl. Weindl heiße ich tatsächlich. Das VERAH steht für meine Zusatzausbildung: „Versorgungsassistentin für die Hausarztpraxis“. Seit einigen Monaten habe ich sogar eine telemedizinische Zusatzqualifikation. Die erhielt ich, als mein Chef den TELEARZT in der Praxis einführte.

Anrufe, Erklärungen, Zeitdruck: meine Zeit vor Telemedizin

Auch vor meiner Zeit als telemedizinische Fachangestellte habe ich Patienten besucht: Blutdruck und Blutzucker gemessen, Notizen gemacht und wenn mir etwas auffiel, habe ich den Chef angerufen. Wenn ich ihn ans Telefon bekommen habe, musste ich ihm erklären, was mir genau aufgefallen war. Das hat oft viel länger gedauert als seine Therapieanweisungen. Abends musste ich in die Praxis und die Daten des Tages in die EDV eingeben. Rund eine halbe Stunde hat mich das gekostet – wenn ein Arbeitsplatz frei war. Waren alle Computer besetzt, musste ich diese Arbeit auf den nächsten Tag verschieben – oder den danach. Manchmal war ich sehr unter Zeitdruck. Und habe mich sicher auch einmal vertippt.

Wie der TELEARZT meinen Arbeitsalltag verändert hat 

Mit dem TELEARZT hat sich hier einiges geändert. Heute gehen die Vitaldaten und Notizen automatisch in die Praxis. Wenn ich mit der Versorgung fertig bin, sind die Daten schon an Ort und Stelle. Ich habe nicht nur mehr Geräte dabei, sondern kann zusätzliche Aufgaben übernehmen – die Wunddokumentation zum Beispiel. Brauche ich den Chef, hat er die Daten schon in der Praxis vorliegen und weiß gleich, worum es geht. Er ist dann über das TELEKONSIL per Videoverbindung zugeschaltet. TELEKONSIL ist der Name der Software, die gewährleistet, dass die Verbindung auch sicher ist. Der Arzt stellt mir oder dem Patienten Fragen, wir besprechen Befunde und meistens kann er sofort helfen.

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Abbildung des Rucksacks mit medizinischen Geräten für den Telearzt
Immer perfekt ausgestattet: Bei Hausbesuchen hat VERAH Weindl immer ihren TeleRucksack mit allen wichtigen medizinischen Messgeräten und Materialien dabei. © vitagroup

„Mit der neuen Technik lassen sich manche Krankenhauseinweisungen abwenden“

Patienten hassen es, ins Krankenhaus gebracht zu werden. Das war früher oft unvermeidbar. Heute kann der Chef mit der neuen Technik manche Krankenhauseinweisung abwenden. Einerseits, weil er bei Problemen besser helfen kann. Andererseits, weil ich manchen Problemen vorbeugen kann. So bearbeite ich mit dem Tablet, das ich für meinen TELEARZT nutze, eine Checkliste zur Vermeidung von Sturzrisiken und schicke diese Dokumentation automatisch in die Praxis. 

Ich hatte einmal eine Patientin, die bei einem Sturz einen Oberschenkelhalsbruch erlitt und zum Pflegefall wurde. Heute ist jede Stolperfalle, die ich vermeiden kann, ein Erfolg für mich. Dank des Tablets habe ich die Fragebögen immer dabei und muss nicht daran denken, sie vor dem Besuch einzupacken. Das gleiche gilt für Tests zum Depressionsscreening und insgesamt zur geriatrischen Prävention. 

Medizinische Versorgung ist mehr als Daten erheben

Wenn ich jetzt daran denke, wie ich früher unterwegs war, kommt es mir schon ein wenig vor wie eine andere Zeit. Was ich heute nutze, konnte ich mir damals nicht einmal wünschen – weil ich gar nicht wusste, was alles möglich ist.

Ich hätte nicht gedacht, dass die Versorgung so sehr von neuen Technologien profitieren kann. Die Hersteller von Medizinprodukten habe ich früher nicht wirklich ernst genommen. Und auch, wenn ich mich anfangs erst einmal an die Technik und die neuen Abläufe gewöhnen musste – heute entlastet uns die neue Technologie. Sie hilft dem Chef und mir, unsere Patienten besser zu versorgen. 

Doch worüber ich mich am meisten freue ist, dass ich durch die verbesserten Arbeitsabläufe mehr Zeit für meine Patienten habe. Ein Lächeln, ein Dankeschön, die Menschlichkeit die mir Tag für Tag entgegengebracht wird – das ist es, was mir immer wieder aufs Neue bestätigt: Das ist mein Beruf. Dafür habe ich mich entschieden. Und diese Entscheidung würde ich immer wieder treffen.

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