Insights

Die Lösungen der vitagroup:

Erfolgreicher Einsatz im Kampf gegen die Coronapandemie

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E-Health - Artikelbild
© GettyImages
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Außergewöhnliche Zeiten erfordern innovative Lösungen. Um Infektionen mit dem Coronavirus zu verhindern, bedarf es neuer kontaktloser Lösungen im Gesundheitswesen. Das TELEKONSIL, das Digitale Besuchermanagement, SORMAS, CODEX als Plattform für COVID-19-Forschungsdaten und die 116117 sind als Lösungen und Produkte der vitagroup erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie im Einsatz – und offenbaren ihr volles Potenzial.

Ein neuartiges Virus hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt – beruflich und privat. Insbesondere das Gesundheitswesen benötigt nun digitale Lösungen, die sofort einsatzbereit, datenschutzkonform und skalierbar sind. Die Produkte und Lösungen der vitagroup erfüllen diese Anforderungen und einige davon sind derzeit im Kampf gegen COVID-19 im Einsatz und zeigen jeden Tag die Vorteile eines digitalisierten Gesundheitssystems. 

TELEKONSIL – wenn Arzt, Patient und Pflege direkt und digital kommunizieren

Mit einem speziellen Tablet werden via Mobilfunk alle Werte verschlüsselt in die Hausarztpraxis übermittelt und der Patientenakte zugeordnet. Diese Übertragung dauert unter typischen Bedingungen weniger als eine Minute. Zeitgleich in der Praxis: Dem Arzt liegen alle Daten vor. Er kann nun jederzeit das TELEKONSIL starten. Das TELEKONSIL ist die Software, die eine sichere Videoverbindung zwischen Ärzten, Pflegern und Patienten ermöglicht. Der Arzt schaltet sich per Software mit Kamera und Mikrophon zu. In der Videokommunikation können dann Fragen gestellt und beantwortet und Befunde gemeinsam angesehen und besprochen werden.

Mit dem TELEKONSIL der vitagroup muss kein direkter Kontakt zwischen ÄrztInnen, PatientInnen und/oder Pflegekräften stattfinden. Das minimiert das Infektionsrisiko. Gleichzeitig sorgt es für mehr Behandlungszeit, da beispielsweise zeitintensive Hausbesuche wegfallen. Besonders Risikogruppen wie PatientInnen einer Pflegeeinrichtung profitieren vom TELEKONSIL.

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TELEKONSIL – Die zertifizierte Videosprechstunde
Arztbesuch ohne Infektionsrisiko – mit dem TELEKONSIL. © vitagroup

Ein voller Erfolg ist auch das Projekt „Videosprechstunde im Pflegeheim“, das im Mai 2020 in Niedersachsen gestartet ist. HausärztInnen, die am Projekt teilnehmen, können mit dem TELEKONSIL per Videosprechstunde der vitagroup Kontakt zu ihren PatientInnen und dem Pflegepersonal aufnehmen, ohne selbst in die Einrichtung zu kommen. Dafür hat das Land Niedersachsen über 500 Pflegeheime mit Tablets ausgestattet. Damit ist das Infektionsrisiko in den Pflegeheimen vor Ort reduziert, aber die ärztliche Versorgung dennoch gesichert.

Mehr über das „Projekt Videosprechstunde“ in Niedersachen:

Lesen Sie hier.

Mehr über das TELEKONSIL:

Erfahren Sie hier.

Smartes Digitales Besuchermanagement für Besucher und Mitarbeiter

Ein nachverfolgbares Besuchermanagement ist für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen derzeit unerlässlich. BesucherInnen und MitarbeiterInnen müssen täglich – häufig noch mit Stift auf Papier – die immergleichen Formulare ausfüllen. Egal ob sie Einrichtung einmal oder wiederkehrend besuchen oder dort arbeiten. Das Digitale Besuchermanagement der vitagroup erfasst und dokumentiert alle BesucherInnen einer Einrichtung mittels Check-in und Check-out.

Ein Online-Formular fragt initial die Kontaktdaten der BesucherInnen und MitarbeiterInnen ab, hinterlegt sie temporär sicher zum Zweck der Nachverfolgbarkeit im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes und gibt den Nutzern einen 28 Tage gültigen QR-Code als Eintrittskarte aus. Dieser kann digital am Handy aufgerufen oder auch in Papierform ausgedruckt werden. Am Empfang der Einrichtung wird der Code per Scan eingelesen – das mühsame händische Erfassen der immer gleichen Daten entfällt. Lediglich die gültigen Sicherheits- und Hygienebestimmungen, beispielsweise dass keine Erkältungssymptome vorliegen oder sich die Person in keinem Risikogebiet aufgehalten hat, müssen die BesucherInnen und MitarbeiterInnen tagesaktuell per Klick bestätigen – eine enorme Zeitersparnis. 

Mehr zum Digitalen Besuchermanagement:

Lesen Sie hier. 

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Das Digitale Besuchermanagement der vitagroup
© vitagroup

Ein weiteres smartes Feature: Wer regelmäßig die Einrichtung betritt kann den einmal ausgegebenen QR-Code dauerhaft nutzen. Wird der Code innerhalb der Gültigkeitsdauer in der Einrichtung gescannt, verlängert er sich automatisch um weitere 28 Tage. Eine erneute Registrierung ist nicht notwendig. QR-Codes, die nicht genutzt werden, werden nach 28 Tagen ungültig – die bei der Registrierung angegebenen Daten automatisch vollständig gelöscht.

AdministratorInnen der Einrichtung können die Besuchsdaten der letzten 4 Wochen zur Kontaktnachverfolgung exportieren – allerdings ausschließlich für die Auskunftserteilung gegenüber dem Gesundheitsamt oder der Ortspolizeibehörde nach §§ 16 und 25 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung. Im Ernstfall kann so eine Infektionskette direkt nachvollzogen werden. Papierformulare haben ausgedient.

Entlastung für die Gesundheitsämter: digitales Fall- und Kontaktpersonenmanagement mit SORMAS

März 2020: Das Coronavirus breitet sich global aus. Als sich das abzeichnete, wurde das Epidemie-Management-System SORMAS („Surveillance, Outbreak Response Management and Analysis System“) schnell und agil erweitert – und auf COVID-19 angepasst. So stand das ergänzte Coronavirus-Modul in Nigeria und Ghana zur Verfügung, noch bevor die ersten Fälle in Afrika auftraten.

SORMAS sorgt für einfachere und effiziente Arbeitsprozesse beim Fall- und Kontaktpersonenmanagement und entlastet so die Gesundheitsämter. Das System erstellt automatisch SARS-CoV-2‐spezifische Prozessmodelle für Fallmeldungen, Infektionsverläufe und Diagnostik. Notwendige Arbeitsschritte, die die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen beachten müssen, sind bereits definiert: Terminsystem, Aufgabenverwaltung und Erinnerungssystem. Algorithmen informieren darüber, was zu tun ist, wenn eine Kontaktperson nicht erreicht wurde, Symptome entwickelt oder Aussagen verweigert. Fortlaufend generiert SORMAS epidemiologische Karten und Übertragungsketten und erstellt Prozessanalysen. Ein weiteres Plus: Die Gesundheitsämter können Prozesse individuell konfigurieren, beispielsweise die Dauer und Berechnung der verordneten Quarantäne und der Follow-ups. Demnächst können auch Quarantäne-Bescheide automatisch über das System erstellt werden.

Im September 2020 entschied das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz: SORMAS wird allen Kantonen zur SARS-CoV-2-Kontaktverfolgung zur Verfügung gestellt. Als einzige Lösung konnte SORMAS sämtliche Anforderungen der Schweiz erfüllen. Auch in Frankreich ist SORMAS implementiert und wird dort bald flächendeckend im Einsatz sein. In Deutschland nutzen bereits zahlreiche Gesundheitsämter das System erfolgreich. Auch die Bundesregierung ist von SORMAS überzeugt und fordert nun: Bis Ende des Jahres sollen mindestens 90 Prozent der deutschen Gesundheitsämter SORMAS einsetzen. Am 06. Dezember entschied die bayerische Kabinettssitzung, dass SORMAS umgehend verpflichtend in allen bayerischen Gesundheitsämtern eingesetzt werden soll. 

In Kürze wird SORMAS über Schnittstellen an das Meldeprogramm SurvNet des Robert Koch-Instituts angebunden sein. Somit können Fälle direkt aus SORMAS heraus an SurvNet übermittelt werden – der CSV-Export, etwa mittels Excel-Listen, entfällt. Auch ein digitales Symptomtagebuch wird angeschlossen, sodass Symptomangaben der Kontaktpersonen direkt in SORMAS erscheinen und den Gesundheitsämtern viele Telefonate ersparen.

SORMAS, das Epidemie-Management-System des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung Braunschweig (HZI) wurde vom HZI gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut und anderen Partnern entwickelt, ursprünglich, um in strukturschwachen Regionen Infektionen wirksam überwachen und managen zu können. Die Software stammt von der vitagroup. Bereits seit 2017 verantwortet die vitagroup die Entwicklung der Software SORMAS, die Abstimmung von Schnittstellen mit anderen Systemen und unterstützt im Support der Anwendung. Die Netzlink Informationstechnik GmbH liefert Software as a Service, ist der Managed Service Betreiber und Ansprechpartner für technische Fragen. Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf führt gemeinsam mit dem HZI die SORMAS-Schulungen durch, betreut die Hotline, entwickelt Schulungsmaterialien und unterstützt, berät und begleitet die Gesundheitsämter bei der Implementierung und Anwendung von SORMAS.

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SORMAS ÖGD Screenshot
© HZI

CODEX: eine Plattform für COVID-19-Forschungsdaten

Die vergangenen Monate haben gezeigt: Um die aktuelle SARS-CoV-2-Pandemie und zukünftige Pandemien besser bekämpfen zu können, bedarf es gemeinsamer vernetzter Informationen, auf die nicht nur schnell zugegriffen, sondern auf deren Basis auch systematisch geforscht werden kann.

Ziel des durch das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) gestarteten Projekts CODEX ist es, Forschenden einen schnellen und standardisierten Zugang zu bundesweit verteilten COVID-19-Daten zu ermöglichen. Als Industriepartner trägt die vitagroup in enger Zusammenarbeit mit dem Konsortium HiGHmed der Medizininformatik-Initiative (MII) dazu bei, die für die innovative Forschungsdatenplattform CODEX notwendige Technologie sowie die technische Infrastruktur zu entwickeln und bereitzustellen. Die Ergebnisse dieser Arbeit stehen als OpenSource zur Verfügung.

Zu CODEX: 

Das im August 2020 gestartete Projekt CODEX | COVID-19 Data Exchange Platform ist zentraler Baustein des von der Charité - Universitätsmedizin Berlin koordinierten Netzwerks Universitätsmedizin (NUM), das mit 150 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Mit CODEX wird eine sichere, erweiterbare und interoperable Plattform zur Bereitstellung von Forschungsdaten zu COVID-19 aufgebaut, die die Universitätskliniken bundesweit verbindet. Damit sollen der Wissenschaft strukturierte Daten mit hoher Qualität zur Verfügung gestellt und neuartige Auswertungen ermöglicht werden. Grundlage sind die Vorarbeiten, insbesondere die Datenintegrationszentren, der Medizininformatik-Initiative (MII) des BMBF.

Auf der Seite vom Netzwerk Universitätsmedizin erfahren Sie mehr:

Zum Projekt CODEX.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Initiative Medizininformatik

Mehr erfahren.

CODEX ist ein Förderprojekt des BMBF:

Hier erfahren Sie mehr.

116117: Medizinischer Rat 24/7

116117, die Nummer mit den Elfen – mittlerweile kennen viel mehr Menschen die Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes als vor der Pandemie. Wer kein Fall für die Notaufnahme ist, erhält hier medizinische Hilfe und Rat – unter anderem von MitarbeiterInnen der vitagroup. Seit Februar 2020 sind die Anruferzahlen explodiert. Um alle AnruferInnen individuell und umfassend beraten zu können, hat die vitagroup eine eigene Corona-Leitung eingerichtet und das Expertenteam stark erweitert, das kompetent und empathisch Fragen beantwortet und Hilfestellung gibt.

Die Mitarbeiter der 116117 beantworten nicht nur Fragen zum Coronavirus selbst, den Symptomen und der Behandlung, sondern beraten auch zu weiterführenden Themen: bei Fragen zur Grippeimpfung, arbeitsrechtlichen Themen wie einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder der Corona-Warn-App. Darüber hinaus erfahren Anrufer, wo sich die für sie nächste Corona-Teststation befindet. Seit Beginn der Pandemie hat sich die 116117, mit der Hotline und den digitalen Angeboten per Web zur nationalen Anlaufstelle bei Fragen rund um das Coronavirus entwickelt. 

Mehr über die 116117.

Jetzt die Chance nutzen

Eines ist sicher: Die COVID-19-Pandemie hat die Digitalisierung befeuert. Es herrscht eine Offenheit gegenüber digitalen Produkten und Lösungen, insbesondere im Gesundheitswesen, die sich einige bereits vor Jahren gewünscht haben. Nichtsdestotrotz – die Chancen, die diese Krise eröffnet hat, wollen wir nutzen und unsere interoperablen Produkte und Gesundheitslösungen weiter im Gesundheitsmarkt etablieren. Damit wir für kommende Zeiten besser gerüstet sind – mit einem digitalisierten Gesundheitswesen.

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