TeleKonsil sichert ärztliche Versorgung von Pflegebedürftigen in der Coronakrise

Mit dem TeleKonsil der vitaphone, einem Unternehmen der vitagroup, können niedersächsische Ärztinnen und Ärzte ihre Patienten in Pflegeheimen nun per Videosprechstunde betreuen. Das sichert die ärztliche Versorgung und verringert die Gefahr einer Coronainfektion in Pflegeeinrichtungen.

Die regelmäßige ärztliche Betreuung der Heimbewohnerinnen und -bewohner ist vor allem in Zeiten von Corona unerlässlich. Doch der Besuch des Hausarztes im Pflegeheim bedeutet auch immer ein erhöhtes Infektionsrisiko für die Pflegebedürftigen. In Niedersachsen ist nun das Projekt „Videosprechstunde im Pflegeheim“ gestartet. Bereits ab 01. Mai können Hausärztinnen und Hausärzte mit dem TeleKonsil der vitagroup Kontakt zu ihren Patientinnen und Patienten und dem Pflegepersonal aufnehmen, ohne selbst in die Einrichtung kommen zu müssen. Um dies zu ermöglichen, hat das Land Niedersachsen die rund 1400 Pflegeheime mit Tablets ausgestattet. Die Tablets wurden von der vitagroup mit der notwendigen Software bespielt und bieten die Möglichkeit, jederzeit weitere telemedizinische Anwendungen zu ergänzen.

„Wir freuen uns, mit dem TeleKonsil dazu beizutragen, die hausärztliche Versorgung in den Pflegeheimen sicherzustellen, ohne dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Gefahr einer Infektion ausgesetzt werden“, sagt Dr. Nils Hellrung, General Manager der vitagroup und Geschäftsführer der vitaphone. „Daher stellen wir das TeleKonsil inklusive technischem Support im Projekt ‚Videosprechstunde‘ bis zum Ende der Projektlaufzeit kostenfrei zur Verfügung.“ Es sei dem herausragenden Einsatz der AOK Niedersachsen und des Sozialministeriums Niedersachsen zu verdanken, dass in diesen speziellen Zeiten eine sichere und engmaschige Betreuung der besonders gefährdeten Risikogruppe „Pflegebedürftige“ gewährleistet werden könne, so Dr. Hellrung.

Das TeleKonsil ermöglicht Ärztinnen und Ärzten schnell und einfach eine Videosprechstunde mit ihren Patienten sowie den Pflegerinnen und Pflegern abzuhalten – zudem kann der Arzt jederzeit seinen Bildschirm teilen und so Befunde wie Röntgenbilder und Laborergebnisse erläutern und besprechen. Das ips-Datenschutz-Gütesiegel gewährleistet, dass alle Daten und Inhalte stets sicher geschützt sind. 

Kontakte auch in schwierigen Zeiten ermöglichen

„Wir sehen, dass das Coronavirus insbesondere für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen eine große Gefahr darstellt. Mit der Videosprechstunde ermöglichen wir, dass die Pflegebedürftigen in dieser schwierigen Zeit weiter in direktem Kontakt mit ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt bleiben können, ohne durch deren Besuch einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt zu sein“, sagt Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann: „Mithilfe der Tablets sehen die Pflegebedürftigen ihre Ärztin bzw. ihren Arzt, können mit ihr bzw. ihm sprechen. Das wird ihnen gut tun. Und wir ermöglichen, dass außerhalb der Videosprechstunde zum Beispiel via Skype mit den Angehörigen gesprochen werden kann - auch das ist eine wichtige Maßnahme, um der durch das Besuchsverbot entstandenen sozialen Isolation entgegenzuwirken.“ 

Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen, betont: „Die angemessene Versorgung von Bewohnern in Pflegeheimen während der Coronavirus-Pandemie ist eine große Herausforderung, die besondere Schutzmaßnahmen erfordert. Es ist wichtig, dass der persönliche Arzt-Patienten-Kontakt auf ein Minimum beschränkt wird. Mithilfe von Videosprechstunden können Vor-Ort-Kontakte zum Schutz und für die Entlastung aller Beteiligten auf ein notwendiges Maß reduziert werden. Zugleich wird die ärztliche Versorgung gesichert. Wir freuen uns, dass wir das Projekt „Videosprechstunden im Pflegeheim“ in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Sozialministerium, der vitaphone GmbH und den niedersächsischen Pflegeverbänden schnell und unbürokratisch umsetzen konnten.“

Das Projekt „Videosprechstunde“ wird von Land und Pflegekassen gemeinsam finanziert und läuft noch bis 30.09.2020. 

Bilder: © iStock

Quelle: Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung „Tablets für Niedersachsens Pflegeheime - Projekt „Videosprechstunde“ startet".

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