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NTX360° verbessert die transplantationsnachsorge jetzt auch in erlangen

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Innovationsprojekt NTx360° der symeda verbessert jetzt auch in Erlangen die Nachsorge nach einer Nierentransplantation. Dort informierte sich Gesundheitsministerin Melanie Huml über das innovative Programm.

Kooperation mit dem Universitätsklinikum Erlangen

Die Nachsorge von Menschen mit transplantierter Niere nachhaltig verbessern und so die Lebensqualität der Betroffenen steigern – das ist das Ziel des innovativen Programms NTx360°, das die symeda zusammen mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) entwickelt. Erprobt wird das Programm seit Mai 2017 in der Modellregion Niedersachsen. Jetzt ist eine weitere Uniklinik mit an Bord: das Universitätsklinikum Erlangen, das eine Kooperation mit der MHH geschlossen hat. So haben nun auch Erlanger Patienten die Möglichkeit, vom telemedizinbasierten Nachsorgemodell nach Nierentransplantationen zu profitieren.

Gesundheitsministerin informiert sich über NTX360°

Ende Januar informierte sich die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml über das innovative Nachversorgungsprogramm NTx360°. Bei einem Rundgang durch das Universitätsklinikum Erlangen sagte sie: „Eine Transplantation geht mit weitreichenden Veränderungen in vielen Lebensbereichen eines Menschen einher. Nach einer erfolgreichen Nierentransplantation bedarf es daher einer intensiven Nachsorge am Patienten, um den Verlust des Organs zu verhindern und den Gesundheitszustand der Patienten auf Dauer zu erhalten. Um diese komplexe Gesamtsituation zu bewältigen, ist ein umfassendes interdisziplinäres Fachwissen erforderlich.“

NTx360° verringert das Risiko von Organabstoßungen

In NTx360° rücken die Transplantationszentren und die Niedergelassenen enger zusammen. Die Patienten erhalten gleichzeitig ein interdisziplinäres und individuell an ihre Bedürfnisse angepasstes Angebot, um eine möglichst lange Transplantatgesundheit zu erreichen.  Prof. Dr. Mario Schiffer, vom Universitätsklinikum Erlangen, der an der Entwicklung des Projekts mitgewirkt hat, sagt: „Damit können wir Nierenpatienten in der Metropolregion Nürnberg eine interdisziplinäre Versorgung auf höchstem Niveau anbieten, die weit über die Transplantation hinausgeht. Die Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Krankenkasse des Patienten dem Projekt angeschlossen hat.“ 

Kein Organ wird häufiger transplantiert als die Niere. Allein im Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg wurden 2018 insgesamt 68 Nieren transplantiert. Doch auch bei keinem anderen Organ ist die Warteliste so lang: Auf eine Spenderniere kommen rund sieben Patienten. Die durchschnittliche Wartezeit dauert acht bis zehn Jahre – sofern die Möglichkeit einer Lebendspende durch einen Angehörigen ausscheidet. Für den Betroffenen wird die Dialysebehandlung zur überlebenswichtigen Routine. Kommt dann der Anruf, dass ein passendes Spenderorgan gefunden wurde, scheint das Ziel erreicht zu sein. Doch damit das Organ gesund bleibt und nicht abgestoßen wird, bedarf es einer exzellenten Zusammenarbeit zwischen dem Transplantationszentrum, den niedergelassenen Ärzten und dem Patienten – und das auch noch weit nach der Operation.

Hier setzt NTx360° an: Das Programm sorgt für bessere Strukturen, um die langfristige Patientenversorgung nach der Transplantation zu optimieren. Wie wichtig diese gewissenhafte Nachsorge ist, unterstreichen die Zahlen: In den ersten drei Jahren nach der Transplantation verlieren rund acht Prozent der Transplantierten ihr Organ durch Abstoßungsreaktionen. Weitere Begleiterkrankungen, etwa des Herz-Kreislauf-Systems, nehmen im Verlauf zu. „Mit einer engmaschigeren Kommunikation und einer Nachsorge, die sich noch mehr auf den Patienten einstellt, könnten wir diese Zahlen korrigieren“, sagt Prof. Schiffer.

Hier erfahren Sie mehr über das Nachsorgeprogramm NTx360°.

Bilder: © iStock

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