Erfahrungen aus dem TELEARZT-Pflegeprojekt

Das TELEARZT-Pflegeprojekt in Gifhorn verbindet hausärztliche Versorgung mit der Pflege – denn Pflegekräfte übernehmen dank der digitalen TELEARZT-Lösung der vitagroup ärztlich delegierte Hausbesuche. Nach über einem Jahr Laufzeit sind die Vorteile des Pilotprojekts, insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie, sichtbar. Um weitere Erkenntnisse in Bezug auf den Versorgungseffekt sammeln zu können, wird das Projekt bis Ende 2021 fortgesetzt.

Hausarzt und Pflege – per Tablet verbunden

Im TELEARZT-Pflegeprojekt übernehmen Pflegekräfte ärztlich delegierte Hausbesuche bei den PatientInnen. Möglich macht das die telemedizinische Lösung TELEARZT der vitagroup. Mithilfe telemedizinischer Messgeräte erheben die speziell geschulten Pflegekräfte die Vitaldaten der PatientInnen, die via TELEARZT-Tablet schnell und sicher in die Arztpraxis gesendet werden.

Daniela Kanthak, stellvertretende Pflegeleitung beim ambulanten Pflegedienst Bettina Harms GmbH begleitet das TELEARZT-Projekt in Gifhorn seit Beginn an. Im Video spricht sie über ihre Erfahrungen.

Die Vorteile im Überblick

Dass im TELEARZT-Pflegeprojekt Pflegekräfte ärztlich delegierte Hausbesuche durchführen, hilft in erster Linie den PatientInnen, denn sie müssen nicht extra in die Hausarztpraxis fahren. Für PatientInnen, die im ländlichen Raum wohnen, ist das eine große Erleichterung, denn vielen ist es nicht möglich, selbständig in die Praxis kommen. Sie sind auf familiäre Unterstützung angewiesen, die aber nicht immer vor Ort ist. HausärztInnen haben durch die Delegation von Hausbesuchen mehr Zeit, um PatientInnen in der Praxis zu versorgen. Eine große Entlastung, denn mittlerweile gibt es kaum noch HausärztInnen in der Region – und es werden immer weniger. Vorteile sieht Daniela Kanthak, stellvertretende Pflegeleitung in Gifhorn aber auch für die Pflegekräfte selbst: „Ich sehe auch Vorteile für uns als Pflegekräfte, weil ich die Arbeit wirklich sehr wertschätzend finde. Es ist eine Anerkennung, da auch unser Fachwissen gefragt wird. Für uns ist es eine tolle Abwechslung.“ 

Das TELEARZT-Pflegeprojekt in der Corona-Pandemie

Aus Angst sich in einer vollen Arztpraxis anzustecken, nehmen die PatientInnen, vor allem seit Beginn der Corona-Pandemie, das Projekt sehr gut an. Viele sind dankbar darüber, dass die Pflegekräfte zugleich ärztlich delegierte Hausarztbesuche erledigen.

Fazit: „Jeder der kann, sollte starten!“

Sofern das Projekt in Zukunft für weitere PflegerInnen geöffnet wird, empfiehlt Daniela Kanthak jedem / jeder, der / die in der ambulanten Pflege arbeitet, an diesem Projekt teilzunehmen: „Es ist ein tolles Projekt, jeder der da mitwirken kann, sollte starten, weil das wirklich etwas ist, das Zukunft hat. Gerade mit der Telemedizin.“ Wichtig sei aber auch, dass alle Beteiligten gut miteinander kommunizieren, damit alles reibungslos funktioniert.

Über das Projekt:

Das Pilotprojekt wird seit Mitte 2019 mithilfe von Fördermitteln der Gesundheitsregionen Niedersachsen umgesetzt. Partner des Projekts sind die AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen, die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen sowie der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. Die Pilotierung wird derzeit ausschließlich im Landkreis Gifhorn mit einer kleinen Teilnehmerzahl umgesetzt und läuft zunächst bis Ende 2021. 

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