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EHRbase

Basis für innovative E-Health-Systeme der Zukunft


EHRbase: Basis für die Entwicklung flexibler, interoperabler E-Health-Systeme


EHRbase ist die Basis für innovative E-Health-Systeme der Zukunft: Es befreit die Daten aus ihren proprietären Systemen, macht sie vergleichbar und auswertbar – Daten werden zu Informationen. Erst das ermöglicht eine echte Verbesserung der Gesundheitsversorgung von morgen.

EHRbase ist ein Open-Source-Software-Backend für klinische Anwendungssysteme und elektronische Gesundheitsakten. Es basiert auf den openEHR-Spezifikationen einer offenen Plattformarchitektur für die Entwicklung flexibler und interoperabler E-Health-Systeme. Anwendungen, die auf openEHR basieren, haben eine einheitliche Informationsarchitektur, das heißt, sie „sprechen" dieselbe technische Sprache, um klinische Informationen abzubilden. Dies ermöglicht die Interoperabilität zwischen Anwendungen ‚by design‘. 

Das Abspeichern der Daten in einheitlichen Datenmodellen ermöglicht es, Daten aus unterschiedlichsten Quellen vergleichbar zu machen und so als Grundlage für die Auswertung zu verwenden. Erst das ermöglicht eine echte Verbesserung der Versorgung, z.B. durch Prädiktionsmodelle, Entscheidungsunterstützungsmodelle, etc.

Grundlage für innovative Geschäftsmodelle in der Gesundheitsversorgung


Hinter EHRbase steht auch eine Philosophie und Grundüberzeugung für alle, die daran glauben, dass moderne Geschäftsmodelle in der Gesundheitswirtschaft nicht durch proprietäre Datenmodelle definiert werden sollten, sondern vielmehr durch ein Leistungsversprechen, das sich durch besten Service und innovative Produkte auszeichnet. 

EHRbase beseitigt Barrieren für:

  • Leistungserbringer wie Krankenhäuser
    Bis heute sind die meisten Daten in Krankenhäusern immer noch in proprietären Datenbanken gefangen. Da die Datensperrung Teil des Geschäftsmodells vieler Anbieter ist, sind Kommunikationsschnittstellen selten und die Datenmigration sehr teuer. Während Daten zunehmend zu einem wichtigen Vorteil werden, behindern die aktuellen Legacy-Systeme die effiziente und intelligente Nutzung der Informationen. EHRbase ermöglicht es Krankenhäusern, die Fähigkeiten ihrer monolithischen elektronischen Krankenakte zu verbessern, indem sie einen Bi-Modell-Ansatz für die Gesundheits-IT einführen.    

    Ergänzt wird die traditionelle EMR durch ein herstellerneutrales und offenes klinisches Daten-Repository, das es internen Entwicklungsteams und Branchenpartnern ermöglicht, innovative datengesteuerte Lösungen für das Krankenhaus zu entwickeln. Jedes einzelne Datenelement innerhalb des elektronischen Gesundheitsdatensatzes kann über eine offene Anwendungsprogrammierschnittstelle sicher abgerufen und verarbeitet werden. Da die Daten in einem offenen Format gespeichert sind, werden Hersteller- und Datenabhängigkeiten verhindert.
     
  • Regionale und nationale E-Health Programme
    Die Bereitstellung einer lebenslangen elektronischen Gesundheitsakte für die Bürger ist das Hauptziel der meisten E-Health-Programme. Wenn Daten nicht nur zwischen Organisationen übertragen werden sollen, sondern aktiv zur Verbesserung sektorübergreifender Pflegeprozesse genutzt werden sollen (z.B. durch die Implementierung elektronischer Richtlinien oder das Sammeln von Patientenergebnissen) und Einblicke durch Datenanalysen liefern, ist ein offener Plattformansatz erforderlich. Nicht nur aus diesen Gründen führen Länder wie Schottland, Finnland, Slowenien und Malta landesweite elektronische Gesundheitsakten auf der Grundlage von openEHR ein. EHRbase bietet eine solide Grundlage für die anspruchsvolle Aufgabe groß angelegter Intrastrukturen und gibt den Regierungen die volle Kontrolle über die Datenmodelle und den Beschaffungsprozess: Da EHRbase auf openEHR basiert, wird die Umstellung eines wesentlichen Teils der zugrunde liegenden eHealth-Infrastruktur eines Landes zu einer praktikablen Option.
     
  • Start-Ups
    Start-Ups treten meist mit einem sehr fokussiertem und spitzem Use-Case an, mit dem bewiesen werden soll, dass dieser eine Relevanz durch bessere Versorgung oder optimierte Prozesse, etc. nach sich zieht. So wichtig diese Beweisführung ist, so sehr ist es mindestens genauso wichtig in der Lage zu sein, diese in einem größeren Kontext auch in Programme und Versorgungsmodelle einzubinden. Einheitliche Datenmodelle sind dafür Grundvoraussetzung.
     
  • Wissenschaft und Forschung
    Forschungseinrichtungen wie Universitätskliniken stehen vor großen Herausforderungen, die enormen Datenmenge aus der Pflege und Forschung für Analysen effizient zu nutzen. Darüber hinaus erfordert die Zusammenarbeit in Forschungsnetzwerken, dass Organisationen Daten FAIR: findable, accessible, interoperable and re-usable, also findbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar machen. EHRbase hilft Organisationen bei der Integration und Normalisierung von Daten aus Pflege und Forschung, bietet wiederverwendbare und maschinenlesbare Informationsmodelle (durch openEHR Archetypes und Templates) und macht die Daten über die Archetype Query Language und offene Anwendungsprogrammierschnittstellen abfragbar und zugänglich. Der Wert von EHRbase als Forschungsplattform wächst mit der Zeit, wenn Forschungsdatenbanken und klinische Register nativ auf Basis von openEHR entwickelt werden und standardisierte Datenmodelle wiederverwenden. Da openEHR eine umfassende Beschreibung der Daten bietet und maschinenlesbar ist, sind automatisierte Transformationen zu Formalismen und Werkzeugen wie i2b2/tranSMART machbar.
     
  • Softwareanbieter im Gesundheitswesen
    EHRbase hilft Softwareunternehmen, ihre Entwicklungskosten für Anwendungen der nächsten Generation zu senken und auf Standards aufzusetzen. EHRbase bietet ein offen spezifiziertes und herstellerneutrales Software-Backend für klinische Anwendungssysteme und elektronische Gesundheitsdatensätze. Die zugrunde liegende openEHR-Spezifikation unterstützt die umfassendsten Anwendungsfälle, einschließlich EMRAM Stage 6 zertifizierter Krankenhausinformationssysteme und nationaler eHealth-Backbones.EHRbase erfüllt bereits einen Großteil der komplexen Arbeit von Backend-Systemen: 
    • klinische Semantik
    • Versionierung
    • modellbasierte Softwareentwicklung
    • eine standardisierte REST-API
    • ein adaptives Datenbankmodell
    • automatisierte Datenvalidierung
    • modellbasierte Abfrage (mit der Archetype Query Language)
    • Audit-Trails
    • Transaktionsmanagement usw. 

EHRbase ermöglicht es Unternehmen, offene Standards zu übernehmen und gleichzeitig erhebliche Entwicklungskosten einzusparen.

Ziel von EHRbase ist es Barrieren für alle beteiligten Player im Gesundheitswesen abzubauen und zu beseitigen durch das Schaffen von offenen Standards und damit die Etablierung semantischer Interoperabilität zu fördern. Als Alternative zu proprietären Plattformprodukten oder Eigenentwicklungen ist EHRbase bestrebt, Unternehmen eine moderne, standardkonforme und solide Grundlage für ihre geschäftskritischen Geschäftsabläufe und ihre E-Health-Lösungen der nächsten Generation anzubieten.

Gemeinsam die Voraussetzung für die E-Health-Systeme von morgen schaffen


EHRbase zielt darauf ab, eine lebendige Entwickler-Community aufzubauen. EHRbase-Entwickler sind Visionäre – Menschen, die aktiv am Quellcode arbeiten, regelmäßig als Teil des Kernteams oder durch gelegentliche Beiträge die vitagroup und das Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Infomatik (Medizinische Hochschule Hannover) unterstützen. Die vitagroup und das Peter l. Reichertz Institut sind die Initiatoren von EHRbase. Als Teil des HiGHmed Konsortiums arbeiten beide Organisationen gemeinsam an der kontinuierlichen Weiterentwicklung von EHRbase. Das Kernteam verfolgt einen klassischen Scrum-Projektmanagement-Ansatz mit Sprintzyklen. EHRbase ist offen für die Aufnahme neuer Partner und Mitwirkender.

Ihr kontakt

Sie haben Interesse an EHRbase oder wollen aktiv die Entwicklung unterstützen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.


Unsere referenzen


vitagroup AG

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